Hauptkirche St. Katharinen, Hamburg

An diesem Objekt führten wir partielle Fugen- und Mauerwerkssanierungen an den Wand- und Laibungsflächen des Glockenstuhls sowie an der Außenfassade im unmittelbaren Bereich der Turmuhr durch. Zur nachhaltigen Sicherung des historischen Ziegelbestands wurden die bearbeiteten Flächen in Teilbereichen abschließend fachgerecht geschlämmt. Eine besondere handwerkliche Herausforderung im Innenbereich stellte die Sanierung der historischen Ringanker dar. Diese vom Mauerwerk ummantelten Zugelemente aus Schmiedeeisen durchziehen die gesamte Breite der Fassadeninnenansicht und erforderten äußerst behutsame und spezialisierte Eingriffe.

Die Hauptkirche Sankt Katharinen zählt zu den fünf Hamburger Hauptkirchen und gilt traditionell als Kirche der Seeleute. Ihr Turmschaft aus dem 13. Jahrhundert ist das älteste aufrecht stehende, noch funktionstüchtige Bauwerk der Hansestadt. Da die im 15. Jahrhundert errichtete gotische Pseudobasilika aufgrund des weichen Baugrunds der Elbmarsch stets von Setzungen betroffen war, musste das Mauerwerk schon früh durch Eisenanker stabilisiert werden. Nachdem der alte Turm 1648 einer Sturmflut zum Opfer fiel, erhielt die Kirche 1657 ihren markanten barocken Turmhelm. Dessen Spitze ziert die Krone der heiligen Katharina, die einer Legende nach aus dem Goldschatz von Klaus Störtebeker gefertigt wurde.

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